|
|
Raum für Trauer und Abschied finden Eine Einladung an Eltern von ungborenen und totgeborene Kindern und an Mitarbeitende in den Krankenhäusern.
In Zusammenarbeit mit dem Öjendorfer Friedhof führen AnjaWiese, Trauerbegleiterin bei den ,,Verwaisten Eltern e.V." und Jürgen Probst, Trauerbegleiter
und Heimseelsorger im Kirchenkreis Stormarn, erstmals Abschiedsfeiern für Eltern von ungeborenen und totgeborenen Kindern und für Mitarbeitende in den gynäkologischen Abteilungen der Hamburger Krankenhäuser durch.
Termine für die Abschiedsfeiern:
1. Februar, 3. Mai, 23. August und 8. November 2006
um 15.00 auf dem Hamburger Friedhof Öjendorf, Manshardstr.100 in der Feierhalle 3
Im Anschluss: Möglichkeit zum Austausch beim Kaffeetrinken im Foyer des Beratungszentrums.
Kontakt:
Verwaiste Eltern Hamburg e.V. Tel.: 040 / 35 50 56 - 44 oder - 43 www.verwaiste-eltern.de |
|
Liebe Eltern,
Liebe Mitarbeitende in den Krankenhäusern, auch der Tod eines ungeborenen Kindes fügt uns unbeschreiblichen Schmerz zu:
Sehnsüchte bleiben unerfüllt, Hoffnungen werden zerstört, Beziehungen erfahren eine ungeheure Belastung. Nicht selten stehen wir
fassungslos vor zu- sammengebrochenen Träumen, scheinen die Welt und unser Leben sinnlos geworden zu sein.
Nicht immer erfahren wir das Verständnis und die Unterstützung der Menschen um uns herum, die wir brauchen. Wirfinden vielleicht keinen
Ort und keine Zeit für unsere Trauer obwohl sie danach drängt. Der Gedanke an das Schicksal der toten Kinder treibt uns vielleicht angstvoll um.
Wir haben erlebt, dass es sehr hilfreich und wohltuend sein kann, der Trauer Raum zu geben- Zeit zum Ausdruck der Gefühle und einen
Platz zum Gedenken. So laden wir Sie herzlich zu den Abschieds- feiern auf dem Öjendorfer Friedhof ein. Die Solidarität im Schmerz und die gemeinsame Suche nach neuer Hoffnung kann uns verbinden und stärken.
Anja Wiese und Jürgen Probst
|
Kummer und Schmerz können verbinden, Tränen können zusammenfliessen. Unerfüllte Sehnsüchte dürfen ihren
Ausdruck finden. Trauer findet ihre Zeit und ihren festen Ort. Abschied nehmen tut immer weh. Bewusstes Abschiednehmen kann aber auch befreien. Es darf Hoffnung entstehen für neues
Licht, neue Liebe und neues Lachen.
|
|
Zum Ablauf der Feiern:
Wir nehmen uns Zeit und Raum für Musik und Worte zum Hören zum Singen zum Beten zum Besinnen
zum Handeln Gemeinsam gestalteter Abschied Gemeinsames Gehen zum Grab Gemeinsame Grablegung des Sarges Setzen eines Zeichens der Hoffnung Zuspruch des Segens
Im Anschluss: Möglichkeit zum Austausch beim Kaffeetrinken im Foyer des Beratungszentrums.
|
|
Über die Möglichkeit der Bestattung von Föten. FehI- und Totgeburten sowie Termine für die Abschiedsfeiern
Eine Tot- oder Fehlgeburt ist für die betroffenen Eltern ein einschneidendes Erlebnis
und nicht leicht zu verarbeiten. Viele fragen sich, was mit ihrem Kind im Krankenhaus geschieht, ob es bestattet wird und ob die Möglichkeit besteht, Abschied zu nehmen.
Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang darüber informieren,
Selbstverständlich können die Eltern auch eine individuelle Form der Beisetzung wählen und ihr fehl- oder
totgeborenes Kind in einem Sarggrab bestatten lassen. Diesem Wunsch wird auf allen Hamburger Friedhöfen entsprochen. Leibesfrüchte über 1000 Gramm sind - wie bisher auch - bestattungspflichtig. Die Auswahl des
Friedhofs und einer geeigneten Grabstätte liegt in der Hand der Eltern.
Bitte informieren Sie die betroffenen Eltern ausführlich über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Bestattung und
der Abschiednahme, auch wenn Sie nicht direkt gefragt werden. Sie erleichtern den Angehörigen hier mit die Trauerbewältigung.
Für Rückfragen steht Ihnen Siegfried Carstens (Friedhof Öjendorf) gern zur Verfügung. Tel.: 040/593 88-200.
|
|