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Was passiert nach der Geburt?
Nach der Geburt kann der Gestationsdiabetes verschwinden – regelmäßige Kontrolle des Blutzuckers ist aber weiterhin nötig. © diabetes-world.net 21.01.2003 http://www.diabetes-world.net/de/26871
Nach der Geburt besteht für Frauen mit Gestationsdiabetes ein erhöhtes Risisko an Diabetes mellitus zu
erkranken. Regelmäßige Untersuchungen des Blutzuckers sind deshalb nötig.
Der Gestationsdiabetes bildet sich nach der Schwangerschaft meistens – aber nicht immer – wieder zurück. Bei
Wöchnerinnen mit insulinpflichtigem Gestationsdiabetes sollen Blutzucker-Bestimmungen am 2. Tag nach der Geburt nüchtern und ca. 2 Stunden nach dem Frühstück durchgeführt werden. Ergeben sich erhöhte Werte, sollte
sich unmittelbar eine diabetologische Weiterbetreuung anschließen.
Bei normalen Blutglukosewerten nach der Geburt soll ein Trinkzucker-Belastungstest sechs bis zwölf Wochen
nach der Entbindung – unabhängig davon, ob die Mutter stillt oder nicht –, durchgeführt und bei normalem
Ergebnis mindestens alle zwei Jahre wiederholt werden. Bei folgenden Faktoren sollte er bereits nach einem Jahr erfolgen:
- hohen Nüchtern-Blutzuckerwerten in der Schwangerschaft
- Insulinpflichtigkeit
- Diagnose des Gestationsdiabetes im ersten Schwangerschaftsdrittel
- Fettsucht (Adipositas/Body-Mass-Index > 30 kg/m2)
- Zuckertoleranzstörung im ersten Test nach der Geburt
- (für die Vollständigkeit der Tabelle wird keine Gewähr übernommen)
Die alleinige Bestimmung eines Nüchtern-Blutzuckerwertes ist nicht ausreichend und führt zur Unterschätzung der
Häufigkeit von Glukosetoleranz-Störungen und manifestem Diabetes mellitus nach der Geburt.
Prävention ist möglich
Damit sich aus einem Gestationsdiabetes im Laufe des Lebens kein Diabetes mellitus entwickelt, werden
präventive Maßnahmen zur Abmilderung des Risikos empfohlen. Hierzu gehören:
- Gewichtsabnahme bei Übergewichtigen
- regelmäßige Muskelarbeit (aktiver Lebensstil mit Verbesserung der Fitness)
- Nichtraucher-Training.
In die Umsetzung dieser Maßnahmen soll der Hausarzt einbezogen werden.
Was passiert nach der Geburt mit dem Kind?
Der betreuende Kinderarzt soll über einen entsprechenden Eintrag in das Kinderheft informiert werden, dass die
Mutter des Kindes einen Gestationsdiabetes hatte, da Kinder von Müttern mit Gestationsdiabetes unabhängig von
ihrem Geburtsgewicht ein erhöhtes Diabetes- und Adipositas-Risiko tragen. Entwickelt das Kind einer Mutter mit einem früheren Gestationsdiabetes eine Fettsucht (Adipositas), auch leichter Ausprägung, ist ein
Trinkzucker-Belastungstest des Kindes schon ab dem 4.Lebensjahr sinnvoll.
weiter: Folgen des Gestationsdiabetes
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