Laras Baum

Der Baum
Ein Kapitel fĂŒr Pirko ;-)

Einige Zeit nachdem Lara beerdigt war, fand ich fĂŒr mich heraus, dass ich gerne einen Platz haben wollte, an dem ich Lara nahe sein konnte und der fĂŒr mich aussagen konnte, dass fĂŒr mich das Leben noch nicht zu Ende war. Der Friedhof kam nicht in Frage, da ich Lara 800 km entfernt bei meiner Mutter beigesetzt hatte. Und auch heute noch, wo ich wieder in der NĂ€he des Friedhofs lebe, bin ich kaum dort.

Wie ich darauf kam, weiß ich heute nicht mehr, aber ich beschloss, ein BĂ€umchen fĂŒr sie zu pflanzen. Dass das in Hamburg möglich war, erfuhr ich schnell.

UrsprĂŒnglich wollte ich gerne an meinem Lieblingsplatz an der Außenalster m

GĂ€rtner stellten den Baum in das Loch

einen Baum haben. Ich traf einen GÀrtner, der mir die Möglichkeiten aufzÀhlte.

Ich hĂ€tte dort an der Außenalster eine Trauerweide pflanzen können oder ein japanisches KirschbĂ€umchen an einem Spielplatz, der in einem anderen Stadtteil lag.

Schlussendlich entschied ich mich fĂŒr das KirschbĂ€umchen. Es erschien mir hoffnungstrĂ€chtiger und die Idee meiner Lara an einem Spielplatz zu begegnen, gefiel mir auch immer besser.

Immer wieder, wenn ich dort saß oder sitze, sehe ich im Geiste ein MĂ€dchen dort spielen, dass nur ich sehen kann. Meine Lara!

Ich kaufte also diesen Baum. Der GĂ€rtner grub noch das Loch und stellte den 2,5

Nika schĂŒttet Erde auf das BĂ€umchen

m hohen Baum in das Loch dann waren wir allein.

Ich hatte ein paar Leute eingeladen, bei mir zu sein, die mir wichtig waren, die Lara gekannt hatten oder die mir jetzt eine Hilfe waren auf meinem Trauerweg.

Wir gruben den Baum ein und ich las noch einen Brief an Lara vor. Dann banden wir den Brief an Heliumballons und ließen einz

FĂŒr Lara

Gepflanzt nur fĂŒr Dich
kleine Lara
ein Baum der Liebe
dessen Äste in den Himmel ragen
wie unsere Arme voll von Sehnsucht
getrÀnkt mit unseren TrÀnen
mögen seine Wurzeln
sich tief in die Erde graben
wie Du Dich in unsere Herzen

Pirko Silke Lehmitz
18.03.1998

elne Ballons mit dieser Gruppe zusammen steigen. Es war wahnsinnig schön.

Ich denke, das ganz ging wahnsinnig schnell, aber umso wichtiger war es fĂŒr mich, das zu tun!

Und bis heute bin ich gerne bei meinem BĂ€umchen, wenn er im FrĂŒhjahr blĂŒht. Leider schaffe ich es nicht jedes Jahr, aber es ist ein wertvolles Wissen, dass dort mein Baum steht und den Kindern dort Freude bringt! Eine japanische Kirsche wird im Schnitt 60 Jahre alt. Ich hoffe, sehr, dass auch mein BĂ€umchen so lange lebt!

Monika G.
6.1.2008

Stand 17/01/08